Sechs Tage in Washington D.C.

 

18.- 23. März 2015

 

Dienstag 17. 03 2015

 

In der Nacht haben wir erfahren, dass die Pilotengewerkschaft Cockpit am Mittwoch alle Kurz und Mittelstreckenflüge bestreiken will.

Es ist der 12. Streik in 12 Monaten!! !!!

Obwohl wir dieses Mal nicht betroffen sind, muss man der LH nun attestieren zu den Fluggesellschaften zu gehören, die in den letzten 2 Jahren die meisten Streiks zu verzeichnen hatte.

Die Passagiere werden damit endgültig zum Spielball der Interessen!

Um 11.00 Uhr kann ich den Online Check- in durchführen und die Bordkarten ausdrucken. Wir können nun auf einen planmäßigen Ablauf des Fluges hoffen.

Um 13.45 Uhr starten wir mit dem Auto nach Frankfurt, wir übernachten vor dem Flug in einem der NH Hotels in Flughafennähe. Das Komplettpaket mit DZ, Frühstück, Parken und Shuttle zum Terminal kostet 120 Euro.

Die Fahrt über die Sauerlandlinie verläuft ohne Schwierigkeiten und Staus. Um 16.50 Uhr treffen wir am Hotel ein und wundern uns über die großen Gruppen von Polizisten und Mannschaftswagen die vor dem Hotel stehen.

 

 

 

Wir erfahren, dass sie zum Schutz des neuen EZB Gebäudes aus ganz Deutschland zusammengezogen wurden und hier in Frankfurt eine Woche Dienst tun.
An der Rezeption werden wir freundlich bedient und erhalten Zimmer 506 im zweiten Stock. Das Zimmer ist sauber und zweckmäßig eingerichtet-LAN und W-LAN inklusive.

Wir gönnen uns eine Erholungspause und gehen um 19.00 Uhr zum Essen und wählen das umfangreiche Buffet zu 21 Euro p.P.

 

 

Nach dem Frühstück fährt unser Shuttle um 9.00 Uhr zum Flughafen.

 

 

Mittwoch 18.03.2015

 

Das Handy klingelt um 6.45 Uhr! Um 7.45 Uhr sitzen wir am Frühstückstisch und genießen das üppige Buffet des Hotels, danach zahlen wir die Rechnung und stehen um kurz vor 9 Uhr am Haltepunkt des Shuttles. In den Nachrichten haben wir noch erfahren, dass es am neuen Gebäude der EZB schwere Ausschreitungen gegeben hat. Die Beamten in unserem Hotel hatten eine anstrengend Nacht.

Ebenfalls kam die Meldung, dass die Piloten am Donnerstag auch die Langstrecke bestreiken-welch ein Glück, dass wir einen Tag früher fliegen. Der Bus startet pünktlich und wir erreichen den Airport nach knapp Minuten. Da wir unsere Bordkarten schon ausgedruckt haben, können wir an einem Automaten unsere Koffer einchecken-zum Glück hilft uns eine nette Angestellte der Lufthansa, da wir diese Prozedur noch nie durchgeführt hatten. Wieder werden einige Arbeitsplätze wegfallen. Die Kontrollen passieren wir in wenigen Minuten und nun haben wir viel Zeit bis zum Abflug-zunächst nutze ich einen Bechsteinflügel, der im Wartebereich des Flughafens steht und spiele zur Unterhaltung einige Lieder.

 

 

Spontan bedankt sich ein Fluggast aus Texas und ein Fluggast aus Oregon (Nähe Eugene) Alban unterhält sich eine Weile mit uns und gibt uns seine e-mail Anschrift. Er hat deutsche Vorfahren aus Ostfriesland, die er bereits mehrfach besucht hat.

Nach dieser kurzweiligen Unterbrechung essen wir noch einen Salat und eine leckere Pizza, bevor wir uns zum Gate 62 aufmachen, wo unser Jumbo schon wartet. Die Plätze, die wir gegen Aufpreis reserviert haben, haben sehr viel Beinfreiheit. Wir genießen bereits vor dem Start den Luxus und freuen uns besonders, dass der dritte Platz neben uns frei bleibt, als die Türen geschlossen werden.

 

 

Die Maschine ist nur zu 70 % besetzt-sicher schon eine Folge der vielen Streiks.

Der Flug verläuft sehr entspannt, keine Abwechslung beim Essen und den Getränken.

Im Nordosten liegt noch viel Schnee, wie man hier sieht!

 

Kurz vor Washington wird plötzlich ein Arzt gesucht, da es einem Kind sehr schlecht geht. Offensichtlich ohne Erfolg, denn die Maschine bekommt die Erlaubnis früher zu landen. Fast 45 Minuten zu früh setzt der Jumbo nach einem rasanten Anflug sicher auf und schnell ist ein US Arzt an Bord. Mutter und das weinende Kind werden rasch in einen Krankenwagen gebracht und erst dann dürfen wir das Flugzeug verlassen.

Da das Passagieraufkommen bei der Immigration sehr hoch ist, dürfen die Reisenden, die schon öfter in die USA eingereist sind, Maschinen benutzen-erneut eine Erfahrung, die wir noch nicht gemacht haben.

So warten wir bereits um 17 Uhr auf den Shuttle Bus von Alamo.

Nach den üblichen Formalitäten dürfen wir uns einen von vier Mittelklassewagen aussuchen. Wir entscheiden uns für einen Dodge, der nur 336 Meilen auf dem Tacho hat.

 

Das Navi führt uns sicher zu unserem Hoiday Inn Hotel in Georgetown

 

 

und wir beziehen Zimmer 522 im 5 Stock mit zwei großen Queensizebetten, einem Kühlschrank und einem geräumigen Bad. Alles sehr sauber, obwohl das Hotel schon einige Jahre auf dem Buckel hat.

 

Martin ruft aus Philadelphia an und Meghan schickt uns eine SMS in der sie uns herzlich in den USA willkommen heißt.

 

Abends essen wir im J.F's Cafe Chicken Wings und einen University. Burger, nachdem wir vorher bei Safeway (2 Minuten Fußweg vom Hotel entfernt) Mineralwasser und noch einige Kleinigkeiten besorgt hatten. Gegen 23 Uhr Ortszeit schlafen wir erschöpft ein.

 

Donnerstag 20. 03, 2015

 

Wir stehen um 6.45 Uhr auf und wollen den sonnigen Tag zu einem Ausflug nach Alexandria, Mont Vernon (Washingtons Haus) und Fredericksburg nutzen.

Das Frühstücksbuffet zu 14$ ist nicht herausragend, aber wir werden satt und starten um 9.15 Uhr zunächst nach Alexandria einem historischen Städtchen vor den Toren Washingtons. Im Visitorcenter werden wir bestens beraten und mit Kartenmaterial versorgt, einer der ehrenamtlichen Mitarbeiter hat 3 Jahre in Stuttgart Vaihingen seinen Dienst abgeleistet.

 

 

 

 

 

Wir spazieren durch die Stadt und genießen die vielseitigen Eindrücke am Hafen und in den Gassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leider fehlt noch das Grün und die Blüten des Frühlings. In diesem Jahr will der Winter in den USA kein Ende nehmen!!!

Danach statten wir dem Anwesen von G. Washington in Mt. Vernon einen Besuch ab.

 

 

Nachdem wir uns im Foodcourt mit vielen Schülern/innen gestärkt haben, sehen wir uns einen Film über die Gründung der USA an und machen uns auf den Weg durch das weitläufige Gelände. Auch hier fehlt der Frühling. Einzigartige ist der Blick von der Terrasse auf den Potomac!

 

 

 

 

 

 

Das Grab von George Washington ist eine national Pilgerstätte!!

 

 

 

 

 

 

Da es noch früh genug ist, erweitern wir unser Programm um die Besichtigung von Fredericksburg. Wir erreichen den Ort wegen des enormen Verkehrsaufkommens aber erst gegen 17 Uhr.

Wir haben Glück, das Visitorcenter hat noch gerade geöffnet und auch auch hier genießen wir die vielfältigen Eindrücke.

 

 

 

 

 

Besonders beeindruckend sind die vielen gut erhaltenen Häuser aus der Zeit des Bürgerkriegs. Um 18.15 Uhr genießen wir ein leckeres Essen in einem Thai Restaurant. Auf dem Rückweg kaufen wir noch einige Dinge in einem Walmart Supercenter ein und machen uns auf den Heimweg. Wir erreichen unser Hotel um 20.30 Uhr nach einer entspannten Fahrt, auf der unser Navi erneut seine Qualität beweisen konnte.

Morgen steht Georgetown auf dem Programm-am Abend haben wir Karten für ein Konzert im J.F. Kennedy Center. Nachwuchskünstler der Placido Domingo Stiftung singen! Wir freuen uns schon darauf!

 

Freitag 21. März 2015

 

Bereits in der Nacht erreichen uns die Ausläufer des Wintersturms Ultima und am Morgen regnet und schneit es! Die Temperaturen liegen nur knapp über 0° Celsius!

Der Blick aus dem Fenster verheißt nichts Gutes!

 

 

Wir bleiben noch etwas länger im Bett und entscheiden uns dann, statt der Wanderung durch Georgetown, eine Fahrt durch Washington zu unternehmen.

Zunächst steuern wir das Kennedy Center an, damit wir am Abend nicht so lange suchen müssen. Dann geht es an den Sehenswürdigkeiten (Capitol, Lincoln Memorial, Obelisk etc.) durch die Hauptstadt. Trotz des schlechten Wetters sind Scharen von Touristen zu Fuß unterwegs. Zum Abschluss des Vormittags statten wir der Universität von Georgetown noch einen Besuch ab. Nach einem kurzen Stopp in einem Walmart Supercenter und einem Southwestsalad bei Mäckes geht es ins Hotel, wo wir uns auf das Konzert vorbereiten wollen.

 

Um 17 Uhr brechen wir auf und sind bereits in 20 Minuten am Kennedy Center. Der Preis fürs Parken schockt uns-23 $ für den Abend, da die Karten aber nur 15 $ p.P. kosteten regen wir uns nicht weiter auf. 1977 waren wir zuletzt hier, es kommt uns vieles bekannt vor.

 

 

 

 

 

 

Nach einem kleinen Imbiss, der uns preislich und qualitativ wenig überzeugte nahmen wir um 19 Uhr unsere Plätze in der 1 Reihe im 2. Rank ein -ca. 30 Meter über dem Parkett aber mit uneingeschränkter Sicht auf Orchester und Bühne.

Das Programm ist abwechslungsreich von Verdi über Mozart, Offenbach bis zu Kurt Weill, die jungen Künstler herausragend. Immer wieder gibt  es Gänsehautfeeling!!!

Gegen 21.35 verlassen wir das Parkhaus und unser Garmin führt uns in 15 Minuten zum Hotel zurück. Ein versöhnlicher Abschluss des Abends , der so winterlich begonnen hat! Bei einem Glas Chardonnay lassen wir den Tag ausklingen!

 

Samstag 22.3.2015

 

Als der Wetterkanal für den Samstag gutes Wetter ankündigt, entschließen wir uns erneut, unseren Reiseplan zu ändern. Wir wollen einen Teil des Skyline Drives fahren und die herrlichen Aussichten genießen. So machen wir uns nach dem Frühstück um 8.30 Uhr auf den Weg nach Front Royal, wo wir den Trip beginnen wollen.

Im Welcome Center von Virginia an Interstate 66 erfahren wir jedoch, dass der erste Teil der Strecke wegen Schnee und Eis gesperrt sind.

 

 

Die beiden Damen arbeiten für uns sofort eine Alternative aus, die in Thornton Gap beginnt. An der Zahlstation entrichten wir die Gebühr von 15 $ für ein Tagespermit und starten unsere Tour.

Die Sonne strahlt vom blauen Himmel, Schnee liegt rechts und links der Straße und unser Dodge bringt uns auf über 1000 Meter. Immer wieder bieten die Overlooks herrliche Blicke über die Landschaft des Parks, leider fehlt noch die grüne Farbe! Bei klassischer Musik genießen wir die Fahrt besonders.

 

 

Bei Elkton verlassen wir den Nationalpark und steuern den Ort Shenandoah an.

 

Danach geht es durch ein herrliches Tal weiter über Luray nach Front Royal. Hier kehren wir in einem Thai Restaurant ein und essen ein köstliches Gericht.

Dann geht es wieder auf die Interstate 66. Den Abschluss des Tages bildet ein Besuch an den Great Falls. Hier stürzt der Potomac über viele Stufen ins Tal. Da der Schnee bereits schmilzt, ist besonders viel Wasser im Fluss.

 

Im Hotel schließen wir den Tag mit einem Glas Wein ab.

Morgen stehen die Sehenswürdigkeiten von Washington auf dem Programm.

 

 

 

 

Sonntag 22.03.2015

 

Das Smartphone weckt uns um 6.15 Uhr, weil wir vor der Tour durch Washington einen Gottesdienst in der National Cathedral besuchen wollen.

Um 8.30 Uhr parken wir vor der Kirche, die riesige Dimensionen aufweist.

 

 

Wir sind so früh, dass uns ein Kirchendiener in die erste Reihe komplimentiert.

Pünktlich um 9.00 Uhr beginnt die Orgel mit Vorspiel und Priester und Chor ziehen ein.

Der Gottesdienst wird von drei weiblichen Geistlichen zelebriert, die Predigt hält Rev. Gary Hall. Nach dem Service dürfen wir noch Fotos schießen. Die Sonne lacht vom fast blauen Himmel, nur der Wind bläst uns kalt entgegen.

Dann geht es mit dem Dodge zum Tidal Basin, gegenüber vom Jefferson Memorial, da wir hoffen dort einen Parkplatz zu finden. Tatsächlich stehen noch Plätze zur Auswahl.

 

 

 

 

Es hat sich ausgezahlt, dass wir den Sonntag gewählt haben, denn es gibt auch in der Stadt viele freie kostenlose Plätze. Wir beschließen die National Mall bis zum Kapitol zu laufen und anschließend noch das Lincoln Memorial und das Ehrenmal für den Koreakrieg zu besuchen.

 

 

Die Strecke zieht sich, aber wir halten durch nur unterbrochen durch einen kleinen Imbiss bei einem mobilen Mac Donalds.

Gegen 16. Uhr sind wir zurück am Auto und erholen uns eine halbe Stunde, dann folgt der letzte Teil der Besichtigungstour, die allerdings noch 2 Stunden dauert.

 

 

 

 

Um 18.30 Uhr sind wir zurück am Hotel. Zum Abschluss dieses anstrengenden Tages gönnen wir uns ein Essen in einem indischen Restaurant.

 

Zum Glück können wir im Hotel für unseren Flug einchecken und die Bordkarten ausdrucken.

Am Montag ist noch ein Besuch auf dem Nationalfriedhof von Arlington vorgesehen, bevor wir uns wieder auf den Weg zum Dulles International machen und die Heimreise antreten.

 

 

Montag 23. März 2015

Da wir am Abend schon unsere Koffer weitgehend gepackt hatten, geht es nach dem Frühstück schnell. Es gibt noch Fotos mit unseren "Breakfast Angels",

 

dann fahren wir zum Arlington National Cemetery. Auch heute strahlt die Sonne vom blauen Himmel und so machen wir uns wieder zu Fuß auf den Rundweg.

Durch die langen Gräberreihen der gefallenen Soldaten des 2. Weltkriegs  und des Vietnamkriegs

erreichen wir das Grab von J.F. Kennedy, an dem wir bereits 1977 gestanden haben.

Anschließend besuchen wir das Grabmal des unbekannten Soldaten, an dem ständig ein Soldat auf und ab schreitet.

 

Da wir bis zum  Abflug am Abend noch viel Zeit haben, beschließen wir noch einmal zum Städtchen Alexandria zu fahren. Wir genießen 3 Stunden das bunte Treiben am Hafen

 

und lenken unseren Dodge dann zum Dulles International.  Als wir auf dem Weg noch in einen 30 minütigen Stau geraten, werden wir doch noch etwas nervös, zum Glück haben wir Anfahrtszeit  großzügig bemessen, so dass wir rechtzeitig bei Alamo eintreffen und unser Auto abgeben.

Die Abreiseprozedur verläuft zügig und haben noch genügend Zeit einen kleinen Imbiss in einem italienischen Restaurant mit einem vorzüglichen Wein einnehmen können.

Unser Jumbo steht schon abflugbereit am Gate und pünktlich um 19.05 Uhr hebt unser Flieger ab. Der Flug verläuft ohne Probleme, das Flugzeug ist fast ausgebucht.

Bereits um 7.05 Uhr morgens landen wir in Frankfurt.

Hier finden wir noch die Folgen des Langstreckenstreiks von Cockpit vor.

Betten für die Gestrandeten-Bilder, die keine Werbung für die für die Lufthansa sind.

 

Der Hotelshuttle bringt uns in NH Hotel Rhein-Main, wo wir ein ausführliches Frühstück einnehmen.

Dann machen wir uns auf den Heimweg. Um 11.50 Uhr erfahren wir von dem Absturz der Germanwings. Wir sind froh wieder auf dem Boden zu sein und sind sehr traurig, dass so etwas passieren konnte.

Fazit: Dieser Kurztrip hat sich gelohnt: Mit einer Wohnmobilreise ist er jedoch nicht zu vergleichen.  Die Kosten sind im Vergleich erheblich höher.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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