Überführung Chicago- Orlando 21.3. -19.04. 2013

Reisetagebuch: Go South 2013

 

Prolog:

Mittwoch: 20.03.2013

Mitten in die letzten Reisevorbereitungen erreicht uns ein Anruf von Uschi: „Wisst ihr, dass morgen das Bodenpersonal der Lufthansa streikt?“

Wir sind geschockt. Immer wenn unser Flug geht streikt jemand! (2012 war es die Gepäckabfertigung) Ich setze mich sofort mit SK Touristik in Verbindung, wo man mich beruhigt. „Die Transatlantikflüge werden durchgeführt!“ Auch im Internet finde ich die Bestätigung für diese Auskunft. Ich führe dann auch gleich den Online Check in durch und drucke die Bordkarten aus. Sogar unsere Plätze lassen sich noch verbessern – Reihe 41 A/C.

Vorsichtshalber bestelle ich das Taxi um 8.00 Uhr um jedes Risiko zu vermeiden. Dann gehen wir beruhigt schlafen.

 

Donnerstag 21.03. 2013 (Flugtag)

Unser Taxi kommt pünktlich, der Abschied von Tashi und Karolin fällt schwer.

Um 9.00 Uhr erreichen wir sicher den Flughafen und schieben unsere Gepäckwagen in die große Halle. Unser erster Blick fällt auf eine etwa 200 Meter lange Schlange von Fluggästen, die alle zum Lufthansaschalter wollen.

Ein kurzes Gespräch mit einigen Wartenden und wir erfahren, dass nur ein Abfertigungsschalte geöffnet ist. Sollte jetzt alles umsonst gewesen sein?

Wir stellen uns ohne große Hoffnung ans Ende der Schlange. Nach einer Stunde haben wir ganze 50 Meter geschafft. Wenn das so weiter geht, werden wir die Maschine nach Chicago verpassen.


Gegen 10.00 Uhr macht plötzlich ein Gerücht die Runde, der Streik soll in Kürze beendet werden. Plötzlich Bewegung in der Schlange und dann geht es plötzlich schnell, In kurzer Zeit stehen wir am Lufthansaschalter, beide Koffer wiegen 22,9 Kg. So exakt haben wir noch nie gepackt.

Jetzt bleibt sogar noch Zeit für ein Frühstück. Als ich zwischendurch auf die Abflugtafel schaue, sehe ich, dass unser Flug eine Stunde verspätet starten wird. Die Maschine kam eine Stunde verspätet aus Miami.

Um 13.30 Uhr hebt LH 436 endlich nach Chicago ab. Ohne Zwischenfälle erreichen wir den Flughafen um 16.10 Uhr

 

 

und sind schon ganz gespannt, ob Martin (ein ehemaliger Schüler) uns wieder abholen wird.

Doch es folgt der nächste Wartemarathon. Wegen der Haushaltssperre in den USA sind nur drei Schalter mit Grenzern besetzt. Wir warten über 2 Stunden, bis wir endlich die Prozedur hinter uns haben. Nun wollen wir nur noch ins Hotel, aber auch der Hotelshuttle kommt nicht. Als ich mein USA Handy einschalte, klingelt es plötzlich. Es ist Martin, der schon zum Auto gegangen war, weil er glaubte wir seien nicht in der Maschine gewesen. In 5 Minuten steht er mit seinem Mietwagen vor uns-wir sind so erleichtert, das wir ihm um den Hals fallen. Im Best Western Hotel


machen wir uns kurz frisch, dann geht es mit Martin ins Gibson’s, einem hervorragenden Steakhouse. Wir treffen Martin nun schon das dritte Mal in Nordamerika. Es ist  so, als wenn wir hier eine feste Anlaufstelle hätten. Das Essen ist sehr gut und der Gesprächsstoff ist unerschöpflich.

Gegen 21.00 Uhr müssen wir leider den Abend beenden, da unser Shuttlebus uns um 6.30 Uhr abholt und Martin um 7.00 Uhr zu einem Verkaufsgespräch fahren muss.

Gegen 22.00 Uhr fallen wir todmüde ins Bett.

 

Freitag: 22.03. 2013

Um 4.30 Uhr klingelt der Wecker. Wir wollen zeitig fertig werden, denn für das Frühstück bleiben uns nur 30 Minuten. Im Frühstücksraum treffen nun nach und nach viele Überführer ein. Auch Eva und Roland aus dem Wohnmobilforum begrüßen uns mit großem Hallo, auch sie überführen nach Orlando, jedoch auf einer anderen Route.

Der Bus nach Middlebury ist sehr pünktlich, jedoch wegen der Verspätung zweier Mitfahrer geht es erst um 6.50 Uhr los. Mit Eva und Roland gibt es während der Fahrt einen regen Erfahrungsaustausch, so dass die Zeit wie im Flug vergeht. Bereits um 9.30 Uhr erreichen wir die Übergabestation in Middlebury. Die Prozedur verläuft zügig, problemlos und sehr professionell wie von Roadbear gewohnt.

Uns wird wieder ein neuer Freelander zugeteilt, und wir fühlen uns sofort wie zu Hause.

Es ist bereits das dritte Mal, dass wir diesen Fahrzeugtyp auf einer Reise erhalten. Bereits um 12.00 Uhr verlassen wir das Gelände und steuern zunächst eine McDonalds (wo wir eine gesunden Burger zu uns nehmen, dann einen Family Dollar und schließlich einen Walmart Superstore in Elkhart an. Während wir beim ersten Einkauf mit unserer Kreditkarte keinerlei Probleme haben, verweigert die Kassiererin bei Walmart beide Kreditkarten und das bei einer Summe von 260,00$. Auch die Geschäftsführerin will uns nicht weiterhelfen und so müssen wir wieder Bargeld aus dem ATM Automaten ziehen, was ohne Probleme gelingt.

Wir verstauen alles in den Fächern unseres Freelanders und lassen das Navi den Weg zu Eby’s Pines RV Park finden.

Zu unserem Schreck ist das Office bereits geschlossen und während wir noch überlegen, wo denn jetzt die Nacht verbringen sollen, fährt ein Mann mit einem Truck heran, steigt aus und lotst uns auf einen Stellplatz. Er erklärt, dass wir morgen bezahlen könnten und wir parken erleichtert ein. Zu unserer Überraschung stehen Roland und Eva direkt neben uns, sie hatten den Campground schon früher erreicht.


Jetzt geht es ans Einrichten, die Betten müssen bezogen und die Koffer ausgeräumt werden. Da wir uns bei Walmart mit einem gegrillten Hähnchen versorgt hatten, ist auch das Abendessen gesichert.

Die Temperaturen sind allerdings so niedrig, dass kein Wasser zur Verfügung steht. Zum Glück gibt es eine Laundry mit Dusche und WC – keine 30 Meter von unserem Stellpatz entfernt. Schnell schafft die Gasheizung eine gemütliche Wärme und das Thermostat sorgt auch während der Nacht dafür, dass wir nicht frieren.

Samstag: 23.03. 2013

Der Morgen ist empfindlich kalt, Reif hat die ganze Umgebung in eine winterliche Atmosphäre getaucht. Doch die heiße Dusche weckt schnell die müden Geister. Nach einem eher spartanischen Frühstück mit einem Pulverkaffee und Toast rollen wir Richtung Elkhart, wo wir uns im Visitorcenter mit kostenlosem Material über eine Tour durch Amishland eindecken. Allerding entschließen wir uns die Route abzukürzen, da wir nicht die ganzen 97 Meilen abfahren wollen. Die Sonne strahlt vom winterlichen Himmel und im Wohnmobil denkt man nicht, dass es draußen so kalt ist.

 

Überall liegen noch Schneereste, die den Eindruck verstärken, dass der Frühling noch weit entfernt ist. Am Ende der Tour trinken wir noch einen Kaffee im Dutchman Essenhaus und parken dann den Freelander wieder auf Eby’s Pines RV Park ein.

Wir stellen fest, dass wir den Flug doch noch nicht ganz verkraftet haben. Nach einem kleinen Abendsnack mit Toast und Käse sowie einem Glas Wein endet der Tag. Am Sonntag wollen wir Richtung Indianapolis fahren, Ziel ist der Lieber State Park bei Cloverdale.

 

Sonntag: 24. 3. 2013

Brechen um 9.00 Uhr bei bedecktem Himmel auf. Die Temperaturen liegen aber immer noch unter 0°. Auf dem Weg nach Indianapolis beginnt es leicht zu schneien-die Straße ist aber gut befahrbar.

Wir legen eine Pause bei Mäckes ein und bestellen den „berühmten“ Southwest Salad, danach füllen wir den Tank des durstigen Freelander und setzen unsere Fahrt fort. In der Nähe von Cloverdale findet unser Navi den Cloverdale RV Park und da es wieder beginnt zu schneien,

entschließen wir uns den Lieber State Park nicht anzufahren, sondern hier zu übernachten. Um 15.30 Uhr checken wir ein. Der Campground ist bis auf einige Dauercamper nicht belegt und wir bekommen einen Platz für 20 $ in der Nähe der Duschen und Toiletten.

Das Wasser kann zwar immer noch nicht in den Tank gefüllt werden, da die Temperaturen weiter unter dem Gefrierpunkt liegen, aber wir haben Strom und Internet. Kaum haben wir eine Tasse Kaffee getrunken bricht ein regelrechtes Schneegestöber los.

Da es im Womo schön warm ist, stört uns das nicht weiter. Wir hoffen nur, dass wir heute Nacht nicht ganz einschneien.

Morgen geht es hoffentlich ohne Stress zum nächsten Ziel: St. Louis!

Es schneit immer heftiger, für morgen gibt es eine Wetterwarnung!

 

Montag: 25.03. 2013

 

 

 

Die ganze Nacht hat es geschneit und als wir morgens aufstehen, ist unser Freelander kaum wiederzuerkennen. Dicke Eiszapfen hängen am Alkoven und an den Außenspiegeln, der Schnee hat Fenster und Türen verkrustet.

 

Nun müssen wir auch noch die Dusche und die Toilette aufsuchen. Eine nicht gerade prickelnde Vorstellung, aber leider nicht zu ändern. Gott sei Dank sind kaum Gäste auf dem Campground, so dass wir ungestört sind.

 

Vor der Abfahrt gehen wir noch ins Internet und checken den Straßenbericht, dann fahren wir durch eine herrliche Winterlandschaft auf die Interstate 70, 360 Kilometer liegen vor uns.


 

Die Interstate ist bis auf einige Verwehungen und Schneebretter gut geräumt, teilweise sogar trocken, so dass wir zügig fahren können. Dennoch sehen wir immer wieder Trucks und PKW im Straßengraben liegen.


 

Unterwegs tanken wir und versuchen unser Propane aufzufüllen, was erst beim dritten Versuch gelingt. In den vergangenen Tagen haben wir 6,4 Gallonen Propane verheizt! Als wir eine Aldifiliale sehen, verleitet uns das zu einem kleinen Einkauf.

 

 

Endlich kommt die Skyline von St. Louis in Sicht-leider ohne Sonne.


 

Gegen 16.00 Uhr biegen wir auf den St. Louis RV Park ein und bezahlen für drei Nächte. Auch hier ein winterliches Bild-es liegen ca. 30 cm Schnee.

 

Wir erhalten Site 34-leider etwas weit von Dusche und Toilette entfernt, denn auch hier müssen wir auf diese Annehmlichkeiten im Wohnmobil verzichten.

 

Morgen treffen wir Anitas Verwandte, einen Vetter 4 Grades. Sie haben einen gemeinsamen UrUrgroßvater. Wir sind schon ganz gespannt. Um 9.30 Uhr werden wir von ihm vom Campground abgeholt!

 

 

Dienstag 26. 03. 2013

 

Die Nacht ist wieder sehr kalt und als wir am Morgen aus dem Wohnmobil steigen ist der Schnee hart gefroren.

Teilweise ist es spiegelglatt, was wir auf dem Weg zur Dusche unangenehm verspüren. Die Räume sind jedoch gut geheizt, sehr gepflegt und sauber. Nach einem Frühstück mit Kaffee Spiegelei Käse und Toast räumen wir das Wohnmobil auf. Anitas Vetter und seine Frau rollen pünktlich um 9.30 Uhr vor das Office. Das Wetter stellt sich um, die Sonne strahlt vom eiskalten , blauen Himmel Nach einer herzlichen Begrüßung fahren wir ein Stück auf der Interstate über den Missouri bis St. Charles wo viele Bührles gelebt und geheiratet haben. Charles unternimmt mit uns eine kleine Stadtrundfahrt durch den historischen Stadtkern und erklärt uns die Geschichte der verschiedenen Gebäude. (St. Charles übrigens Partnerstadt von Ludwigsburg)


Dann geht es zur Kirche St. Peter, wo der Urgroßvater von Charles geheiratet hat. (Er war der Bruder von Anitas Urgroßmutter)

Da gerade die Orgel gewartet wird, frage ich, ob ich etwas spielen darf. Bald schon klingt „Großer Gott wir loben dich“ durch den herrlichen Chorraum.

                                   

Gegen Mittag fahren wir ins Restaurant „Red Lobster“, wo wir gemeinsam ein sehr leckeres Fischgericht essen und natürlich die gemeinsame Ahnentafel analysieren. Charles und Anita haben genügend Material dabei und so sind wir bald in ein anregendes Gespräch vertieft, was natürlich angesichts dieser komplexen Materie bei uns schnell an die Grenzen stößt!

 

Nach ca. 1 Stunde kommt eine weitere Verwandte hinzu Mary Bührle Smith, die auch auf derselben Linie der Verwandtschaft mit Anita liegt wie Charles.

 

Es ist schon erstaunlich, dass wir die ersten Verwandten aus Deutschland sind, die die beiden kennenlernen. (Und das nach ca. 150 Jahren)

 

Gegen 16.00 Uhr fährt uns Charles wieder zum Campground zurück. Der Abschied ist herzlich verknüpft mit etwas Wehmut. Zu Abschied erhalten wir zwei CDS , die Charles mit seiner früheren Gesangsgruppe eingespielt hat. Wir werden sie auf unserer Weiterfahrt genießen.


 

Wieder im Freelander müssen wir die Eindrücke erst einmal verarbeiten.

 

 

 

Der Schnee ist im Laufe des Tages geschmolzen, aber die Nacht soll noch einmal sehr kalt werden. Morgen wollen den Versuch wagen, das Wasser anzuschließen.

 

Dann beschließen wir die Laundry aufzusuchen und zwei Maschinen zu waschen. Der Abend klingt mit einem Glas Wein aus. Morgen können wir ausschlafen, bis uns am Mittag unser ehemaliger Austauschschüler Steve abholt. Wir werden zuerst seine alte Schule besuchen und dann mit ihm das Haus besichtigen, das er mit Meghan gekauft hat. Abends ist ein kleines Essen mit Familie geplant.

 


 

Mittwoch: 27. 03. 2013

Die Nacht beschert uns wieder Temperaturen unter 0 °Celsius, wie gut, dass wir noch kein Wasser angeschlossen haben.

Am nächsten Morgen strahlt die Sonne vom blauen Himmel und wir beschließen, nun den Wasser und Abwasseranschluss zu wagen.

 

 

 

Endlich können wir alle Möglichkeiten des Wohnmobils nutzen. Auf keiner Reise mussten wir bisher auf diese Annehmlichkeiten verzichten. Wir genießen es umso mehr, nicht mehr in die Kälte hinaus zu müssen.

Danach frühstücken wir ausgiebig und reinigen unser Wohnmobil. Gegen 13. 00 Uhr rollt Steve mit seinem Volvo auf den Campground.


Wir steuern zunächst die Mehlville Senior High School, hier hat Steve sein Examen abgelegt und unsere Schule hatte mehr als 30 Jahre einen Schüleraustausch mit dieser High School. Da in dieser Woche Springbreak ist, sind nur wenige Schüler vor Ort, wir können die Schule aber besichtigen.


Steve findet seine alte Klasse, in der er in der deutschen Sprache von George Gansner unterrichtet wurde.


Dann geht es nach Fenton, wo Steve mit Meghan ein Haus gekauft hat. Wir werden schon von Meghan und zwei süßen Hunden erwartet und Steve führt uns durch das Haus, das sehr viel Platz bietet.

 

Allmählich treffen alle anderen Familienmitglieder ein und das Essen beginnt. Es wird viel erzählt und immer wieder stoßen wir an unsere sprachlichen Grenzen. Zwischendurch telefoniere ich mit George Gansner und erzähle ihm von unserem Besuch in seiner alten Schule.

Gegen 21.00 Uhr bringen uns Steves Eltern zum Campground zurück, nicht ohne einen Blick in unseren Freelander zu werfen.

Morgen geht es weiter nach Fort Massac-die Temperaturen sollen nicht mehr unter 0° Celsius fallen.

 

Freitag: 29.03. 2013

 

Die erste Nacht, in der wir die Heizung nicht einschalten müssen, morgens um 4 Uhr zeigt das Thermometer immer noch 15,2 °. Gegen 5 Uhr beginnt es leicht zu regnen, das wächst sich aber immer mehr zu einem Dauerregen aus. Die Tropfen prasseln auf unser Dach, was uns im Augenblick noch nicht stört. Da ich noch Wasser nachfüllen und das Grauwasser ablassen will muss ich dann wohl oder übel ins Freie, leider liegen die Ponchos hinten im Stauraum. Mehr als nass werden kann man ja nicht.


 

Nach einem guten Frühstück füllen wir den Wassertank und fahren zur Dump Station-Gott sei Dank nieselt es nur. Da das alte Fort direkt neben dem Campground liegt, schließen wir eine kleine Besichtigungstour an. Leider sind sowohl das Visitor Center als auch das Fort geschlossen, so dass wir die Anlage nur von außen besichtigen können. Vom alten Fort hat man eine weite Sicht über den Ohio und die Brücke. Auch strategisch war dieser Platz sehr günstig, denn aus dieser Position konnte man den ganzen Fluss kontrollieren.


 

Nun tanken wir noch voll und dann rollen wir auf die Interstate 24.

 

 

 

Das Wetter beruhigt sich zunächst, es gibt sogar einige sonnige Abschnitte dann fängt es aber wieder an heftig zu regnen. Wir beschließen daher, die Mammoth Caves auszulassen und direkt den Standing Stone State Park anzusteuern. Der Freelander rollt nun Richtung Nashville. In Höhe der Ausfahrt 89 plötzlich ein Stau. Nichts bewegt sich mehr.

Viele Autos wenden auf dem Mittelstreifen, was mit dem Wohnmobil natürlich nicht geht. Über eine Stunde steht alles. Wir sind in der glücklichen Lage, die Toilette zu benutzen und etwas zu essen. Einsatzfahrzeuge der Polizei, Abschleppwagen Danach geht es über eine Stunde im Stop and Go weiter. Schließlich ist nur noch eine Spur zu befahren und wir sehen nach ca. 18 km den Unfall in den mehrere Fahrzeuge verwickelt sind. Zwei Fahrzeuge sind total zerstört, andere beschädigt. Die Polizei versucht den Unfallhergang zu rekonstruieren, ein Kamerateam des Lokalfernsehens filmt den Vorgang.

 


 

Wir sind froh, dass wir nicht betroffen sind. Etwa 2 km später kommen wir zum Welcome Center von Tennesse und wir verlassen kurz die Interstate um uns mit Infomaterial zu versorgen. Die Dame am Schalter erzählt, dass es bei dem Unfall zwei Tote und 3 Schwerverletzte gegeben hat.


http://www.newschannel5.com/story/21829145/two-killed-in-crash-on-i-24-at-tennesseekentucky-state-line

 

In Clarksville wollen wir bei Mäckes einen Southwestsalad essen und die Seiten hochladen. Leider ist die Internetverbindung nicht sehr schnell und das Hochladen klappt nicht, aber wir entschließen uns, den Standing Stone State Park aus Zeitgründen nicht mehr anzufahren, sondern im Country Side Resort in Lebanon zu übernachten. Wir reservieren telefonisch einen Platz. Meine Schwester und ihr Mann haben mittlerweile ihr Wohnmobil übernommen und stehen auf einem State Park nahe Dallas, wie wir in einem Telefongespräch erfahren.

 

Unterwegs sehen wir zum ersten Mal blühende Bäume und Sträucher, das lässt uns hoffen!!!

 

Es schüttet weiter wie aus Kübeln und wir sind froh, als wir den Park um 18.00 Uhr erreichen. Uns wird die Site 46 mit Full hook up zugewiesen, auch Wifi ist vorhanden. Auch beim Andocken regnet es weiter, Gott sei Dank ist das Womo dank der Heizung rasch auf wohlige 23 ° aufgeheizt.

 

Ein Blick in den Wetterbericht zeigt uns, dass es auf der geplanten Route weiter regnen wird. Auch die Smokie Mountains sollen ihrem Namen Ehre machen.

 

Wir entscheiden uns, die Route nach Charleston um zu planen und zwar über Chattanooga, (Cloudland Canyon State Park),Atlanta Red Top Mountain State Park), Augusta (Mistletoe State Park) nach Charleston.

 

Falls es auch dort regnen sollte, werden wir erneut nachdenken.

 

Samstag: 30. 03. 2013

 

 

 

Unser Tag beginnt um 7.00 Uhr. Wie fast jeden Tag benötigen wir 2 Stunden Duschen, Frühstück, Spülen und Abdocken. Kurz nach 9.00 Uhr stehen wir vor dem Office, da wir noch den Propanetank füllen wollen. Wir haben bisher schon 12 Gallonen verbrannt, da wir je nachts häufig heizen mussten.

 

Dann rollen wir Richtung (I 24) Chattanooga. Teilweise scheint die Sonne und es ist schon recht warm. Die Interstate ist zwar stark befahren, es läuft aber sehr gut. Von Trenton aus führt die Straße 14 km in die Berge bei ca. 6% Steigung und unser Freelander muss sich kräftig ins Zeug legen. Um 14.45 Uhr biegen wir in den Cloudland Canyon State Park (Georgia) ein. Im Office sagt man uns, dass noch genügend Plätze frei sind. Der Campground ist perfekt angelegt, alles Sites haben Wasser und Stromanschluss und einen Untergrund aus Schotter, so dass das Wasser gut ablaufen kann.


 

Da man uns im Office sagte, dass es bald wieder regnen soll, machen wir uns auf einen einstündigen Rundweg. (Overlook Trail). An einigen Stellen wagt sich schon das zarte Grün heraus, aber insgesamt bleibt der Blick in den tiefen Canyon noch recht grau.


 

Kaum haben wir das Wohnmobil wieder erreicht, beginnt es auch schon wieder zu schütten. Da wir heute unser Programm aber schon absolviert haben stört uns das wenig.

 

Morgen früh wollen wir Richtung Atlanta in den Red Top Mountain State Park aufbrechen, vorher wollen wir aber noch die „breathtaking“ Ruby Falls besichtigen.

 

 

 

Sonntag: 31.03.2012

 

 

 

Haben gut geschlafen, obwohl es die ganze Nacht geschüttet hat. Um 7.00 Uhr stehen wir auf und machen uns klar. Unser Ziel sind die Ruby Falls ungefähr 32 km vom State Park entfernt.

 

Als wir dort eintreffen ist zum Glück noch nicht viel los.

Wir erhalten einen Senior Rabatt und dann fahren wir 26 Stockwerke in die Tiefe des Lookout Mountain. Durch lange Höhlengänge werden wir zu dem unterirdischen Wasserfall geführt, der mehr als 100 Meter in die Höhle stürzt. Sehr beeindruckend!. (Bilder folgen)

 


 

Nach der Führung beschließen wir, an Atlanta vorbei zu fahren und dort nach einem Campground zu suchen, damit wir morgen dem Berufsverkehr dieser Riesenstadt entgehen.

 

Tatsächlich entwickelt sich die Fahrt auf der Interstate durch Atlanta zu einer Aufgabe, die hohe Konzentration verlangt. Der Verkehr wird 6spurig an Downtown vorbeigeführt, ohne GPS wären wir verloren gewesen und hätten so rasch kaum die richtige Spur gefunden.

Wir verlassen die Interstate 20 an der Abfahrt 101 Richtung Rutledge. Hier hatten wir auf der Karte einen State Park entdeckt, der günstig an unserer Route lag und zwar den Hard Labor Creek State Park. Immer wieder fahren wir an blühenden Bäumen vorbei, der Frühling hat hier schon Einzug gehalten.

 

 

Um 16.30 Uhr treffen wir dort ein und registrieren uns im Office. Auch hier erhalten wir wieder einen Senior Rabatt. Wir parken unseren Freelander in Seenähe auf Site 31 mit Wasser und Stromanschluss. Die Temperaturen sind schon fast sommerlich, (22,3°) wir sitzen zum ersten Mal draußen vor dem Wohnmobil, es kommen endlich Urlaubsgefühle auf!! Auch die Blackflies sind schon ganz aggressiv, das ist weniger angenehm.

 


 

Anita kocht zum Osterfest ein leckeres Menü aus Steak, Zwiebeln und Gemüse.

 


 

Dann genießen wir draußen noch ein Glas Wein und versuchen ein Osterfeuer zu entzünden. Leider haben wir kein trockenes Holz gekauft und so qualmen die drei Scheite, die noch im Firepit liegen mehr als sie brennen. Bei den Nachbarn, die ein großes Familientreffen veranstalten sieht das anders aus, die haben vorgesorgt. Wir werden uns beim nächsten Einkauf auch mit Holz und Anzünder eindecken.

 

Morgen wollen wir durch das so genannte Antebellum fahren und uns abends einen Campground suchen.

 

 

 

Montag: 01.04. 2013

 

In der Nach beginnt es so heftig zu regnen, dass wir davon wach werden. Die Regentropfen prasseln laut auf das Dach des Freelanders. Erst gegen Morgen lässt der Regen nach. Wir schlafen noch einmal tief ein und verschieben das Aufstehen auf 8.00 Uhr. Die letzten Wolken ziehen ab, die Himmel färbt sich blau-das Wetter scheint sich zu bessern. Beim Abdocken stelle ich fest, dass die Temperaturen fast schon vorsommerlich sind.

 

Um 10.05 Uhr verlassen wir den Campground Richtung Rutledge, denn wir wollen uns diesen netten Ort genauer anschauen. Nach kurzer Fahrt parken wir den Freelander und unternehmen einen Spaziergang. Jetzt erst sehen wir, dass der Ort kaum noch bewohnt ist, viele Häuser stehen zum Verkauf. Die Zurückgebliebenen haben den Ort aber noch nicht aufgegeben. Viele Geschäfte sind liebevoll dekoriert und auch die Kreuzung wurde ansprechend hergerichtet.


 

 

Es geht weiter nach Madison, einer Stadt, die im Bürgerkrieg verschont wurde, weil sie sich den Nordstaaten ergeben hatte, es wurden nur die militärisch wichtigen Gebäude zerstört, alle anderen Häuser blieben unversehrt und so bietet der Ort ein Bild „Antebellum“ vor dem Krieg. Im Welcome Center erhalten wir das nötige Kartenmaterial und wir machen uns auf den Rundgang.


 

 

 

Die Temperaturen haben mittlerweile sommerliche 24° erreicht, es ist ungewohnt für uns, in leichter Sommergarderobe los zu ziehen.

 

Wir besichtigen das Rogers House, Rose Cottage und das Heritage House und erhalten überall eine individuelle Führung. Es ist beeindruckend zu sehen, wie Sklaven, Mittelständler und sehr reiche Bürger gewohnt haben.


 

Dann lenken wir den Freelander zum nächsten Campground: dem Mistletoe State Park , der am Clarkshill Lake liegt. Im Office erklärt man uns, es gebe noch reichlich freie Plätze mit Strom und Wasseranschluss, wir sollten uns eine Site aussuchen. Wir finden einen herrlichen Platz mit Blick auf den See.

In unseren Campingstühlen genießen wir zunächst einen Gin Tonic. Jetzt haben wir endgültig das Gefühl von Urlaub!! Das Abendessen fällt heute etwas spartanischer aus, dafür genießen wir die Natur!

 

Der Sonnenuntergang ist noch einmal ein Highlight und auch ein kleines Lagerfeuer mit Tannenzapfen und Nadeln lodert noch eine Weile.

 


 

Nun sitzen wir im Freelander und planen den morgigen Tag.

Sitzen gerade im Welcome Center von South Carolina und  können hochladen.

 

 

Dienstag: 02. 04. 2013

 

Die Nacht ist sehr finster, nirgendwo brennt ein Licht. Der Morgen weckt uns mit einem herrlichen Sonnenaufgang. Die übliche Prozedur dauert ca. 90 Min. dann starten wir in Richtung Aiken, einem netten Städtchen, das ca. 35 km entfernt liegt. Schon bei der Einfahrt sehen wir viele hübsche Häuser. Nach einiger Suche finden wir einen Parkplatz für einen Freelander, danach beginnen wir unsere Stadterkundung-praktischerweise hat die Stadtverwaltung überall Pläne ausgelegt, die man kostenlos entnehmen kann. So sind wir schnell orientiert und können den Ort erkunden. Wir sind erstaunt, wie viel Blumenschmuck zu finden ist und wie geschmackvoll die Auslagen dekoriert sind. Aiken macht einen sehr sauberen und gepflegten Eindruck!

 

Gegen Mittag verlassen wir die Stadt und fahren wieder auf die I 20. An der Grenze zu South Carolina finden wir wieder ein Welcome Center, in dem wir die kostenlose Wifi Verbindung nutzen und uns mit wichtigem Info und Kartenmaterial versorgen. Der Poinsett State Park, den wir um 15.00 Uhr erreichen, erweist sich jedoch als Fehlgriff, er ist für Wohnmobile nicht geeignet. Wir versuchen es mit einem privaten Campground, den wir im Navi gefunden haben. Er macht allerdings einen wenig gepflegten Eindruck und wird überwiegend von Dauercampern genutzt. Der dritte Versuch führt schließlich zum Erfolg: der Santee State Park, am Marion Lake. Wir haben Glück und ergattern um kurz vor 17.00 Uhr einen der letzten Plätze mit Strom und Wasseranschluss.

 

Das Abendessen fällt wieder etwas reichhaltiger aus: Bratwurst mit Bohnen und Kartoffeln.

 

Nach einem erholsamen Spaziergang über den Platz klingt der Abend mit einem Glas Chardonnay aus. Morgen geht es über Georgetown zum Huntington Beach an die Atlantikküste.

 

Mittwoch 03.04.2013 (130 Meilen)

 

Fahrt vom Santee State Park zum Lakewood Campground Resort

 

Huntington State Park war ausgebucht!!

 

Zunächst geht es über die 95 zurück und dann auf die 521 nach Georgetown. Hier parken wir in einer Seitenstraße und machen uns dann auf den Stadtrundgang. Wir beginnen mit dem Harbourwalk, einem auf Holzstelzen in den Yachthafen gebauten Fußweg. Viele kleine Cafes und Restaurants haben hier kleine Terrassen mit Zugang zum Walk. Es fällt jedoch auf, dass alles etwas verschlafen wirkt, obwohl sicher viel für den Tourismus getan wird. Das ein oder andere Geschäft ist schon geschlossen mit einem Schild im Fenster, dass es der Bank gehört,

 

Schließlich gehen wir noch zum Kaminski House, das früher einem reichen Fabrikanten gehörte. Man kann sich vorstellen, wie reich man hier früher war.

 

Dann steuern wir unseren Freelander Richtung Huntington Beach State Park.

 

Schon als wir in die Einfahrt einbiegen sehen wir das Schild: Campground full!

 

Am Office erfahre ich dann endgültig, dass nichts mehr geht! Was nun? Wir geben „Campgrounds“ in unser Garmin GPS ein. Der nächste liegt 18 km nach Norden, es ist das Lakewood Campground Resort. Rechts und links der Straße Vergnügungsparks aller Art. Teilweise stockt sogar der Verkehr!

 

Noch haben wir keine Vorstellung, was uns erwartet. Bei der Einfahrt sehen wir, dass es sich um einen großen, kommerziellen Park handelt.

 

Aber was bleibt uns übrig. Ich buche für eine Nacht-der Preis stolze 56 $!!

 

Solch einen Platz haben wir noch nie gesehen, geschweige denn besucht. Unsere Site liegt am Rande des Areals, aber mit Full Hook up, Wifi und Meerblick. Nach dem Andocken unternehmen wir einen Strandspaziergang und Anita bereitet eine leckere Mahlzeit zu.

 

Ich versuche für den nächsten Tag in Charleston einen Campground zu reservieren. Nun die nächste Überraschung: alle sind ausgebucht. Im James Island County Park erreiche ich niemand mehr-unsere letzte Hoffnung.

 

 

 

Donnerstag: 04.04.2013

 

In der Nacht beginnt es wieder zu regnen und am Morgen hat sich das Ganze zu einem Sturm mit Regengüssen ausgewachsen. Wir beschließen bei diesem Wetter noch eine Nacht auf diesem Platz zu bleiben, denn es macht ja wenig Sinn bei Sturm und Regen Charleston zu besichtigen.

 

Zunächst rufe ich im James Island County Park an und habe Glück, wir können drei Nächte von Freitag bis Montag reservieren-einziger Wermutstropfen: Umzug auf eine andere Site am Samstag. Das lässt sich ertragen.

 

Nach dem Frühstück laufe ich zum Office und bringe vorher noch zwei Säcke mit Wäsche in die Laundry. Dann verlängere ich im Office für eine Nacht. Die Wäsche ist nach einer Stunde fertig-in der Zwischenzeit führe ich interessante Gespräche mit weiteren Wäschern/innen

 

Im Womo rufe ich dann gleich noch in Savannah an und auch hier gelingt es mir einen Campground zu reservieren. Jetzt können wir den Faulenzertag richtig genießen. Auch das Wetter soll ab morgen wieder besser werden. Was wollen wir mehr!

 

Freitag: 05.04. 2013

 

 

 

Wir stehen um 6 Uhr auf und rollen um 8.15 Uhr aus dem Campground. Zunächst geht es nach Georgetown zurück. Unser Ziel: Boone Hall Plantation.

 

Gegen 10.15 Uhr treffen wir dort ein und erhalten die Tickets mit Seniorenrabatt für 36 $. Der Weg zum Haupthaus führt durch eine wunderschöne Allee von alten Eichen. Wir beginnen den Besuch mit einer Rundfahrt durch die Plantage und einer Besichtigung des Haupthauses geführt von einer Dame, die als Darstellerin des Films : „Vom Winde verweht“ alle Ehre gemacht hätte. Den Abschluss bildet ein Rundgang durch die Häuser der Sklaven, ein Kontrast tzum Herrenhaus, der nicht stärker hätte ausfallen können. Die Sonne lässt sich ab und zu blicken, das Wetter scheint sich zu bessern.

 

Um 13.30 Uhr treffen wir auf dem James Island County Park ein und erhalten zunächst die Site 81 mit Full Hook up. Morgen müssen wir auf den Platz 103 umziehen. Wir erfahren, dass es am Samstag unmöglich sein wird nach Charleston zu gelangen, weil dort der berühmte Bridge Run stattfindet und die Stadt total überlaufen sein wird. Der Shuttle Service fällt aus.

 

Der Platz ist sehr gut gebucht, da hier immer noch Springbreak ist.

 

Nach kurzer Pause unternehmen wir einen Walk über das weitläufige Gelände bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen 19° Celsius.

 

Dabei beschließen wir, wenn möglich, eine Verlängerung des Aufenthalts um eine Nacht.

 

Im Office sagt man uns, dass wir dazu erneut umziehen müssen-wir willigen ein, ohne zu wissen, ob wir die Reservierung in Savannah auch verschieben können. Ich rufe dort an und spreche auf den Anrufbeantworter-sicherheitshalber schicke ich noch eine mail hinterher.

 

Anita kocht ein leckeres Essen mit Fisch, Gemüse und Kartoffeln und wir beschließen den Abend mit einem Glas Chardonnay. Morgen wollen wir einkaufen, Propane und Benzin tanken und uns Fahrräder mieten.

 

Samstag: 06. 04. 2013

 

 

 

Wir schlafen aus und werden vom Vogelgezwitscher um 8.00 Uhr geweckt.

 

Die Sonne scheint, die Stimmung ist gut!

 

Wir frühstücken und machen uns klar zur Abfahrt. Da wir heute auf Platz 103 umziehen müssen, werden auch alle Verbindungen gekappt. Beim Hinausfahren sehen wir, dass 103 noch belegt ist und so steuern wir den Propangastank an.

 

Bald erscheint ein junger Mann, der allerdings noch nie ein RV mit Propane gefüllt hat. Wir wollen daher zuerst einkaufen, dann tanken und bei der Einfahrt Propane übernehmen.Zu ersten Mal seit langer Zeit wollen wir mal wieder bei Publix einkaufen, bei früheren Besuchen in den USA haben wir dort häufiger eingekauft. Der Supermarkt ist nur 1,8 Meilen entfernt. Dank Garmin finden wir den Weg ohne Verzögerung. Uns fällt sofort auf, dass dieser Supermarkt ein höheres Niveau aufweist als Walmart. Während wir noch überlegen was wir kaufen klingelt mein Handy. Es ist der Campground in Savannah, der uns mitteilt, dass die Verschiebung um einen Tag in Ordnung geht. Wir sind sehr froh, denn nun können wir Charleston zwei volle Tage erkunden.

 

Da ich Probleme mit meiner Brille beim Lesen habe, kaufe ich im Publix auch gleich eine Lesebrille für 19.00 $. Beim Bäcker erstehen wir zwei frische Baguettes, die schmecken wie zu Hause. Zurück auf dem Campground kann auch endlich der Propane Tank gefüllt werden. Dann wollen wir die Räder mieten, nehmen jedoch Abstand, als wir die Zweiräder sehen, wir kaufen jedoch noch 2 Bündel Holz fürs Lagerfeuer.

 

Nach einem kleinen Snack vor dem Wohnmobil starten wir zu einer Wanderung, die uns über mehrere Trails führt. Es weht ein frischer Wind und wir genießen die herrliche Natur.

 

Am Abend prasselt ein Lagerfeuer vor dem Wohnmobil und wir bewundern den klaren Nachthimmel. Am Abend versuchen wir noch die nächsten State Parks zu reservieren, leider ohne Erfolg, denn schon eine Woche im Voraus sind alle Plätze ausgebucht. Nun müssen wir die letzte Woche mit KOA Plätzen vorlieb nehmen, die teuer sind und wahrscheinlich nicht so schön liegen werden wie die letzten. Schade, aber nicht zu ändern!

 

 

 

Sonntag: 07. 04 2013

 

 

 

Um 7.00 Uhr klingel der Wecker, denn um 9.00 Uhr fährt unser Shuttelbus nach Charleston Downtown. Zunächst sitzen wir allein im Bus, doch kurz vor der Abfahrt stößt noch ein weiteres Ehepaar zu uns. In einer halben Stunde haben wir das Visitorcenter erreicht. Dort wird uns der Bus um 16.00 Uhr wieder abholen.

 

Nachdem wir uns im Center mit Karten und Infos versorgt haben, besteigen wir einen kostenlosen Trolleybus, der uns zum Start unseres Stadtrundgangs fährt.

 

Direkt an der Haltestelle stoßen wir auf die Kirche St. Michael, wo um 10.30 Uhr ein Gottesdienst beginnt. Wir lassen uns einladen und setzen uns auf die Empore in die Nähe der Orgel.

 

Es beginnt ein „Service“ nach anglikanischem Ritus, mit Chorgesang und musikalischen Einlagen. Obwohl wir anfangs nicht lange bleiben wollten, genießen wir den Gottesdienst bis zum Schluss.

 

Danach lädt man uns zum Kaffee und Snack ein und holt uns ein deutsch sprechendes Gemeindemitglied: Joseph,der 2 Jahre in Tübingen studiert hat und als Arzt praktiziert. Bald schon sind wir in angeregte Gespräche vertieft und werden von allen Gemeindemitgliedern sehr freundschaftlich aufgenommen.

 

Gegen 13.00 Uhr verabschieden wir uns, da wir ja von der Stadt nichts gesehen haben. Wir schlendern über die Meeting Street und bewundern die herrschaftlichen Häuser und Gärten, die der Stadt ein besonderes Flair verleihen.

 

Da heute Sonntag ist, hält sich auch der Verkehr in Grenzen. Am Hafen schweift der Blick bis hin zum Fort Samter, von wo am 12. April 1861 der Civil War ausging.

 

Nach einer kleinen Pause mit Eis und Kaffee geht es mit dem Trolley Bus wieder zurück zum Campground.

 

Morgen werden wir erneut den Platz wechseln von 103 auf 69, da unser Platz schon lange reserviert ist. Bis wir aus der Stadt zurückkommen, parken wir den Freelander auf dem Overflow Platz. Wir erfahren im Office, dass viele Amerikaner vor dem schlechten Wetter in den Süden geflohen sind und daher der Andrang besonders groß ist.

 

Morgen werden wir erneut Charleston besuchen, es gibt noch viel zu entdecken.

 

Montag: 08.04. 2013

 

 

 

Unser letzter Tag auf dem Campground. Wir müssen unseren Freelander bis zu unserer Rückkehr am Nachmittag auf dem Overflow Platz abstellen, denn Site 69 ist noch nicht frei.

 

Um 9.00 Uhr fährt der Shuttelbus mit 8 Gästen wieder nach Downtown Charleston. Die Sonne scheint, es ist noch wärmer als gestern.

 

Ausgangspunkt für unsere zweite Stadterkundung ist wieder St. Michael.

 

Zunächst geht es zum alten Sklavenmarkt, auf dem sich der Reichtum des alten Charleston gründete. Heute ist dort ein Museum, das wir zuerst besichtigen.

 

Es gibt viele Informationen und Anschauungsmaterial zur Geschichte der Sklaverei im Süden. Dann schlendern wir erneut durch die Straßen mit den herrschaftlichen Häusern. Gegen 12 Uhr nehmen wir einen Lunch im 82 Queen, wir sitzen draußen unter Palmen und genießen die berühmte Crab Soup.

 

Abschließend gehen wir zur Waterfront essen ein Eis und genießen die letzten zwei Stunden bis zur Abfahrt. Die Trolleybusse sind heute sehr voll und wir sind froh, rechtzeitig wieder am Visitorcenter einzutreffen.

 

Schnell haben wir nach der Ankunft unser Womo vom Overflowplatz zur Site 69 bewegt und angeschlossen.

 

Mit unseren Nachbarn aus Augusta (Georgia) führen wir ein langes Gespräch über Gott und die Welt - Obama Anhänger sind sie nicht, wahrscheinlich wie viele im Süden.

 

Morgen geht es weiter nach Savannah – wir sind schon ganz gespannt.

 

Wir haben uns auf diesem Campground sehr wohl gefühlt, besonders das freundliche Personal hat uns jederzeit geholfen. Eine unbedingte Empfehlung!

 

 

Dienstag 09.04. 2013

 

 

 

Frühes Aufstehen ist heute angesagt, denn es geht nach langer Pause auf die nächste Etappe.

 

Unser heutiges Ziel: Savannah. Als Zwischenstopps sind Beaufort und Bluffton vorgesehen. Zunächst steuern wir noch einmal den Publix Markt an (Where Shopping is a pleasure), da wir noch Brot und andere Kleinigkeiten benötigen.

 

Dann rollen wir aus der Stadt, die uns 4 Tage fasziniert hat.

 

Landschaftlich ist die Strecke der US 17 wenig abwechslungsreich. Rechts und links der Straße erstrecken sich Sümpfe und Seen.

 

Beaufort ist ein Ort, der wunderschön an einem Sund liegt. Touristisch ist hier einiges los, wir parken gegen eine Gebühr von 2 $ neben einige Bussen, die meistens Rentner durchs Land schaukeln. Im wunderschönen Park am Meer treffen wir auf einen älteren Herrn, der einen Hund spazieren führt, der einem Tibet Terrier sehr ähnelt. Anita spricht ihn darauf an und er erklärt uns, dass es eine Mischung aus Pond und Tibetterrier sei. Schnell ist ein Gespräch im Gang und er erzählt uns, dass er deutsche Vorfahren hat und mit Vornamen Fritz heißt. Er ist General des United States Marine Corps im Ruhestand. Er empfiehlt uns einen Besuch von Parris Island. Das Marine Corps bildet seine Rekruten in zwei Boot Camps aus; Parris Island ist für alle zuständig, die östlich des Mississippi angeworben wurden. Weiter erklärt er, dass die Armee die Rekruten streichelt, bei den Marines erhalten sie einen Tritt. Wir lehnen dankend ab, da wir ja weiter müssen. Zum Abschied zeigt Fritz uns noch den Weg zum Visitor Center, einem alten Fort. Dort erhalten wir Kartenmaterial. Das Städtchen ist jedoch sehr übersichtlich, so dass wir die Karte kaum benötigen. Auf dem Weg durch den Ort hören wir plötzlich deutsche Laute von mehreren Frauen. Anita spricht sie sofort an und es stellt sich heraus, dass sie zu einer der Busgruppen gehören. Sie waren Ende der 60iger Jahre ausgewandert und reisen nun durchs Land. Die Unterhaltung wird abrupt von der Reiseleiterin unterbrochen, die zum Aufbruch mahnt, ein Grund, warum wir an solchen Reisen nie teilnehmen werden.

 

Unser Garmin führt uns sicher wieder aus der Stadt auf die richtige Route.

 

In Bluffton suchen wir auch wieder das Visitor Center auf und fahren dann zu einer Holzkirche, die 1859 errichtet wurde. Sie ist zum Glück noch geöffnet und wir erhalten mit einem frisch vermählten Paar eine kostenlose Führung. Als ich die schöne Orgel sehe, frage ich, ob ich spielen darf. Leider wird der Wunsch nicht erfüllt. Als Ersatz bietet mir die Dame einen alten Flügel an, der im Altarraum steht. Mit „Amazing Grace“ kann ich auch das jung vermählte Paar erfreuen.

 

Den Rest von Bluffton schenken wir uns danach und steuern unseren Campground: Red Gate in Savannah an.

 

Der Platz liegt nur 8 Minuten von Downtown Savannah entfernt, leider aber auch direkt neben einer Schnellstraßenabfahrt und einer Bahnlinie. Immerhin ein Rasenplatz mit Full Hook up und Wifi. Da wir den Platz reserviert hatten, stellen wir uns auf die Site 2w, die uns telefonisch zugewiesen worden war.

 

Das Office ist geschlossen und erst nach einem Anruf erfahre ich, dass ich erst morgen früh einchecken und bezahlen kann.

 

Früher war der Platz wohl eine Farm, jetzt werden die Einkünfte auch mit Campern erwirtschaftet. Als wir waschen wollen stelle ich fest, dass es nur eine Waschmaschine und einen Trockner gibt, die natürlich in Benutzung sind, also wird der Vorgang aufgeschoben.

 

Morgen werden wir mit dem Wohnmobil zum Visitor Center fahren und von dort die Stadt erkunden.

 

 

Mittwoch 10.04. 2013

 

 

 

Wir brechen um 8.45 Uhr auf, weil wir vor der Abfahrt im Office für die 3 Nächte bezahlen wollen. Wir warten im Clubhaus und pünktlich um 9.00 erscheint der Besitzer und rasch sind die Formalitäten erledigt. Wir erhalten noch einen Ermäßigungscoupon für eine Trolleytour und dann führt uns unser Navi in knapp 15 Minuten auf den Parkplatz des Visitor Centers, wo wir neben einem anderen RV einparken. Im Visitorcenter erreicht uns ein Anruf von Martin, der am Flughafen in Denver auf seinen Flug nach Chicago wartet. Er erkundigt sich nach dem Stand der Reise und erzählt uns, dass in Denver die Temperaturen bei -17 ° liegen. Das Wetter scheint in diesem Jahr unberechenbar, wir haben in Savannah am Morgen bereits 22°.

 

Nachdem wir uns mit Infomaterial und Karten versorgt haben, geht es in den Old Trolley Bus, (Hop on hop off), der uns durch Downtown Savannah fahren wird. Die Stadt gilt als eine der schönsten der USA. Bald schon treffen wir auf einen der 24 Plätze der Stadt, die mit alten Bäumen und blühenden Pflanzen das Stadtbild verschönern. Im Gegensatz zu Charleston wirkt hier alles ursprünglicher und weniger aufgesetzt.

 

Am Hafen steigen wir aus und legen eine Pause in Lizzis Restaurant ein. Wir ergattern einen der herrlichen Balkone mit Aussicht auf den Hafen.

 

Wir genießen ein Adams Sommerbier und einen kleinen Lunch. Dann laufen wir zum Chippewa Square. Hier hat Tom Hanks in dem Film Forrest Gump auf der berühmten Bank gesessen und sein Leben erzählt. Leider steht die Bank nicht mehr dort und wir erfahren, dass man sie in das Museum von Savannah gebracht hat, weil Touristen Stücke aus der Bank als Souvenir herausgeschnitten haben.

 

Weiter geht es zur Kathedrale St. John the Baptist, sie ist leider zu Renovierungszwecken eingerüstet, aber wir können das Innere bewundern.

 

Schließlich steigen wir wieder in den Trolleybus und erreichen wieder das Visitorcenter.

 

Um 16.00 Uhr fahren wir noch einmal eine ganze Runde und kehren gegen 18.00 Uhr zum Campground zurück, wo Anita ein leckeres Abendessen zubereitet. Morgen sieht der Wetterbericht nicht so gut aus, da werden wir Museen besichtigen (auch die Originalbank) und evtl eine Rivercruise buchen.

 

 

Donnerstag 11.04. 2013

 

Ein Blick aus dem Fenster zeigt uns einen bedeckten Himmel, die Wettervorhersage scheint einzutreffen. Wir beeilen uns nicht und rollen erst um 9.30 Uhr vom Platz. Wieder ist das Ziel der Parkplatz am Visitorcenter, sogar der Platz von gestern ist noch frei. Heute geht es per Pedes durch Savannah. Unser erstes Ziel ist die Waterfront, denn dort liegen zwei große Paddlewheeler.

Da das Wetter sich aber mittlerweile beruhigt hat und sogar die Sonne scheint, lassen wir die Idee einer Rivercruise fallen. Wir genießen das Treiben am Fluss und beobachten die Fähren, die hin und her fahren. Gegen 11.15 Uhr beschließen wir erneut einen Lunch bei Lizzi einzunehmen. Man weist uns wieder den mittleren Balkon zu und wir bestellen wie gestern zwei Sommerbier.Wir fühlen uns fast schon so wie Stammgäste!

Nach dem Essen besuchen wir das Rathaus, ein imposanter Bau mit einer goldenen Kuppel. Innen lässt uns das Wachpersonal nur in die Eingangshalle, von dort hat man allerdings einen schönen Blick in die innere Kuppel.

Auf dem Weg zur Einkaufsstraße besuchen wir den berühmten Eissalon Leopolds und genehmigen uns einen Becher gemeinsam.

Über die Broughtonstreet geht es zum Marketplace wo wir im Schatten sitzend das Treiben dort beobachten. Die Temperatur hat inzwischen stolze 28,7 ° Celsius erreicht und es ist drückend schwül. Schließlich landen wir wieder im Visitorcenter, denn wir wollen ja noch die Originalbank aus dem Film: Forrest Gump sehen. Wir müssen allöerdings je 7$ Eintritt zahlen, was wir etwas überhöht finden.

Das Museum zeigt einige Etappen der Geschichte Savannahs, unter anderem erfahren wir, dass bei der Schlacht von Savannah auch deutsche Truppen mitgekämpft haben.

Schließlich stehen wir vor der „berühmten“ Bank und schießen etliche Photos.

Gegen 15.00 erreichen wir unseren Campground, nachdem wir vorher noch getankt haben. Die Benzinpreise sind übrigens seit unserer letzten Tour im September ordentlich gefallen, die Gallone kostet ca. 3.45 $, im September noch 4,20$.

Da wir noch Zeit haben, kann ich endlich die Laundry aufsuchen und in Ruhe zwei Maschinen waschen und trocknen. Gegen Abend frischt der Wind auf und es sieht so aus, als ob der Regen uns heute Nacht erreichen wird. Morgen ist unser Ziel St. Augustine in Florida.

 

 

Freitag 12. 04. 2103

 

 

 

Wir verlassen den Red Gate Campground um 8.30 Uhr und steuern unseren Freelander zunächst Richtung Brunswick, das wir gegen 12.00 Uhr erreichen.

 

Die Stadt am Brunswick River macht einen etwas verschlafenen Eindruck und wir spazieren durch die fast menschenleeren Straßen des ca. 15000 Einwohner zählenden Ortes.

 

Beeindruckend die alte City Hall und einige nett dekorierte Lokale und Geschäfte. Dann rollt unser Freelander auf eine gigantische Brücke zu: die Sidney Lanier Bridge. In kurzer Zeit fährt man auf 150 Meter hoch und überquert den Fluss. Ich bin froh, dass der Wind nicht zu stark ist, denn das Womo schwankt auch so hin und her.

 

Unten biegen wir ab, wir wollen Jekyll Island besuchen, die Insel, auf der früher die Reichsten der Welt wohnten. Heute gehört die Insel dem Staat und man zahlt 10$ für einen Tagespass. Zunächst verschaffen wir uns einen Überblick mit einer Inselrundfahrt, dann spazieren wir an den so genannten Cottages der Superreichen vorbei. Zum Schluss badet Anita ihre Füße im Atlantik. Auf dem Parkplatz bereitet Anita ein leckeres Essen vor, bevor wir die Insel wieder verlassen und unser Tagesziel, den KOA Platz in St. Augustine ansteuern.

 

Leider versagt unser Navi am Ziel völlig, denn es gibt wie wir später erfahren zwei Straßen gleichen Namens. So suchen wir fast 45 Minuten vergeblich.

 

Um 18.00 Uhr docken wir endlich an.

 

Morgen wollen wir die älteste von Europäern gegründete Stadt (1565) der USA besichtigen.

 

Samstag. 13.04. 2013

 

Heute haben wir keinen Wecker gestellt. Vogelgezwitscher weckt uns gegen 7.45 Uhr. Ab und zu tropft der Regen aufs Dach-aber der angekündigte große Regen bleibt aus. Um 10.00 Uhr fahren wir zum nächsten Walmart und kaufen für die restlichen Tage noch etwas ein. Dann rolllt der Freelander zum Visitorcenter und bald schon haben wir einen Parkplatz auf einem für RV und Busse reservierten Gelände gefunden, er ist sogar kostenlos.

Auf der großen Rasenfläche vor uns stehen VW Busse Oldtimer in Reih und Glied. Auf Nachfrage erfahren wir, dass hier heute ein großes Volkswagentreffen

stattfindet. Auch Ersatzteile aller Art für diesen Autotyp werden angeboten. Wir unterhalten uns einige Zeit mit einem echten Bastler, der aus Ohio nach Florida gezogen ist, weil es ihm im Norden zu kalt war.

Wir verlassen das Treffen und versorgen uns im Visitor Center wieder mit Material über St. Augustine. Eine freundliche Dame markiert uns auf dem Stadtplan alle wichtigen Sehenswürdigkeiten und wir beschließen hier keinen Trolleybus zu nehmen, sondern alles abzulaufen. Die Sonne strahlt mittlerweile wieder vom blauen Himmel und es weht eine kühle Brise vom Meer.

Auf der Hauptstraße, der St. George Street ist um die Mittagszeit schon sehr viel los- St. Augustine ist halt ein touristischer Magnet, der viele Amerikaner anzieht.

Wir schlendern durch die Straßen und nehmen die vielen Eindrücke und die Musik in uns auf. Von einem gerade frisch vermählten Paar werden Hochzeitsfotos geschossen.

 

Überall erkennt man den spanischen Einfluss, der auch St. Augustine geprägt hat, so auch die Kathedrale. Einen Lunch nehmen wir in einem Lokal ein, das den Namen “Scarlett o’ Hara” trägt und an den Klassiker: Gone with the wind-”Vom Winde verweht” erinnert.

So gestärkt geht es zunächst zum Mantanzas River, der durch die Stadt fließt. Wir treffen auf einige Aktivisten der Tea Party, die für ihre politischen Ziele werben. Wir setzen unseren Weg fort zur Festung Castillo de San Marcos, mit dessen Bau1672 begonnen wurde. Sie ist sternenförmig angelegt und wurde mit einer zementähnlichen Mischung aus Muschelresten gebaut.

Dort gibt es eine militärische Demonstration in historischen Uniformen, es kracht ordentlich als die alten Musketen und Kanonen abgeschossen werden.

Danach brauchen wir etwas Ruhe und trinken noch einen Capuccino in einem netten Gartenlokal.

Gegen 18.00 Uhr docken wir wieder im KOA an und genießen die letzten Strahlen der Abendsonne vor dem Wohnmobil.

Morgen wollen wir noch das Lighthouse und die Alligatorfarm besuchen, denn die Strecke bis Smyrna Beach beträgt nur 78 Meilen.

 

 

Sonntag 14.04. 2013

 

 

 

Um 8.40 Uhr lösen wir alle Anschlüsse im KOA St. Augustine und lassen uns vom Garmin zum Lighthouse dirigieren. Als wir eintreffen ist der Parkplatz noch leer. Wir lösen zwei Seniorentickets für 15 $ und erhalten sogar eine Information in deutscher Sprache-das erste Mal auf dieser Reise. Der Leuchtturm ist 1874 fertiggestellt worden, in dem Jahr in dem Anitas Ururgroßonkel in St. Charles MO geheiratet hat.

 

Die 211 Stufen machen uns keine große Mühe und so haben wir bald eine fantastische Aussicht auf St. Augustine und Umgebung.

 

Auch dem Museum, das im Haus des Leuchtturmwärters untergebracht ist statten wir noch einen Besuch ab.

 

Die Alligatorfarm liegt zum Glück nur 1,5 km vom Leuchtturm entfernt, so dass wir auch hier von der besucherarmen Zeit am Morgen profitieren.

 

Trotz ADAC Rabatt müssen wir unsere Kreditkarte mit 42 $ belasten.

 

Die Farm, die wie ein zoologischer Garten betrieben wird, arbeitet streng nach wissenschaftlichen Kriterien. Die Tiere werden nicht zu Showzwecken gehalten und wir erfahren bei der ersten Vorstellung eine Menge über Krokodile und Alligatoren. Dort lernen wir auch eine Studentin der Biologie und einen Doktoranden der Verhaltensforschung aus Österreich kennen, die hier ein dreimonatiges Forschungsprojekt durchführen dürfen.

 

Bei der Fütterung der Tiere durch eine Zoomitarbeiterin sehen wir aber, dass es nicht so einfach ist diese Tiere richtig einzuschätzen.

 

Gegen 13.00 Uhr brechen wir zu unserem nächsten Ziel: Smyrna Beach auf.

 

In der Höhe von Daytona Beach wird unsere bis dahin geruhsame Fahrt durch einen schrillen Ton aus dem Radio, das bisher eine selbst gebrannte CD abspielte, unterbrochen. “This is a Tornado watch”! Dann folgen eine Vielzahl von Informationen, die wir aber zum größten Teil nicht verstehen. Da wir die Gefahrenlage nicht einschätzen können, verlassen wir die Interstate 95 und steuern ein Parkplatz an einer Mall an. Wir packen unseren Rucksack mit allen wichtigen Unterlagen und dem Laptop und sprechen ein Ehepaar an, das gerade ins Auto steigen will.

 

Als wir den beiden die Situation erklären, holt der Ehemann sofort sein Smartphone und schaut auf die Seite “Tornado watch”. Wir erklären, in welche Richtung wir fahren wollen und er beruhigt uns. Die Gefahr befinde sich weiter nördlich und unser Campground, auf dem wir übernachten wollen, sei nicht gefährdet.

 

Daraufhin setzen wir die Fahrt fort , wobei das Radio immer noch Informationen über das Gefahrenpotential dieser Unwetterzelle sendet. Es ist nicht möglich, ein anderes Programm zu wählen, was uns nicht gerade beruhigt.

 

Gegen 15 Uhr erreichen wir den New Smyrna Campground und erhalten Site 23. Leider ist das Wifi so schlecht, dass wir keine Infos über die Wettersituation aus dem Internet erhalten können. Aber auch hier beruhigen uns die Nachbarn, die neben uns stehen, sie wollen uns informieren, wenn Gefahr droht. Wir sind froh, über so viel Hilfsbereitschaft. Anita kocht ein leckeres Abendessen. Am späten Nachmittag zieht dann das erste Gewitter auf, es blitzt und donnert und der Himmel öffnet seine Schleusen das erste Mal. Nach 45 Minuten zieht erneut ein Gewitter auf und dann immer wieder in kürzeren und längeren Abständen. Die Regenmengen sind enorm und wir sind froh, dass wir im trockenen Wohnmobil sitzen.

 

Wir hoffen, dass sich die Situation in der Nacht bessert und wir ein paar Stunden schlafen können. Unser Ziel “KOA Titusville” liegt nur 45 Meilen entfernt, so haben wir morgen früh keine Eile.

 

 

 

In der Nacht lässt der Regen nach und wir schlafen tief und fest bis 7.45 Uhr.

 

 

 

 

Montag, 15.04.2013

 

 

 

Um 10.00 Uhr verlassen wir das KOAgelände nachdem uns unsere Nachbarn noch einmal verabschiedet haben: “Better rain, than Tornado” erklären sie lachend. Wir fanden das Ganze weniger lustig. Daher steuern wir zunächst das Visitor Center an und erkundigen uns nach der Wetterlage. Man beruhigt uns und fügt einschränkend hinzu: “Perhaps a few thunderstorms”.

 

Wir erreichen den KOA Titusville nach entspannter Fahrt auf der I-95 bereits um 11.00 Uhr und man weist uns auf einen De-Luxe Platz ein. Auch der Preis kann so bezeichnet werden: 128 $ für 2 Nächte.

 

Wir nutzen die Zeit und sortieren schon einmal das Gepäck.

 

Morgen steht ein Besuch im Kennedy Space Center auf dem Programm, hier waren wir 1988 und 1996 (mit Tina und Jürgen).

 

 

Dienstag, 16. 04. 2013

 

Nach dem Frühstück brechen wir um 8.30 Uhr zum Kennedy Space Center auf, es ist nur ein kurzer Abstecher von ca. 30 km. Als wir um kurz nach 9.00 Uhr eintreffen ist kaum etwas los. Bei der Einfahrt in den Parkplatz müssen wir erst einmal 15$ für das Wohnmobil bezahlen.

Wir stehen ziemlich einsam auf Lot 4. Am Eingang zum Center wird die USA Flagge wegen des Attentats in Boston auf Halbmast gesetzt. Die Eintrittskarten kosten trotz Seniorenrabatt noch 92,00 $ . Die Eingangkontrolle ist gründlich, der Rucksack muss geöffnet werden: Safety first.

Wir entscheiden uns zunächst für die Bustour durch das weitläufige Gelände.

Seit unserem letzten Besuch 1996 mit Tina und Jürgen, Karolin und Danni hat sich eine Menge verändert. Unser erster Stopp findet am Apollo/Saturn V Center statt. Hier wird die größte je gebaute Rakete, die Saturn V, in ihrer ganzen Größe gezeigt. Die gesamte Geschichte der Mondlandung wird anschaulich in Filmen und Ausstellungen dokumentiert.  Anita berührt sogar echtes Mondgestein.

Leider fehlt der Abstecher zu den Launchpads, die wir damals zu sehen bekamen.

Im Shuttle Experience können wir am eigenen Körper verspüren, wie der Start eines Space Shuttles abgelaufen sein muss, wenn auch sicher in abgemildeter Form.

Danach müssen wir uns erst einmal stärken-es wird das Übliche angeboten. Wir essen einen leckeren Salat, sowie Fish und Chips.

Nun wenden wir uns dem IMAX zu und genießen zwei Filme in 3D. Im Souvernirshop erleben wir noch einen echten Astronauten der Autogramme gibt.

Abschließend gehen wir noch zur Gedenkwand für die Astronauten, die im Laufe der Eroberung des Weltraums umgekommen sind.

Um 16.00 Uhr verlassen wir das Gelände des KSC und fahren zum KOA Campground zurück. Am Abend sitzen wir noch bei einem Glas Wein mit unseren Nachbarn, zwei Frankokanadiern, zusammen.

Morgen früh steuern wir unseren letzten Campground in Orlando an.

 

Mittwoch 17.04. 2013

 

Heute haben wir keinen Stress, denn unsere Fahrstrecke beträgt nur 45 Meilen.

Also schlafen wir aus und frühstücken ausgiebig. Unsere Frankokanadier sind bereits früh aufgebrochen.

Wir verlassen den Platz um 10.05 Uhr und erreichen bereits um 11.00 Uhr den KOA Platz am Lake Whippoorwill. Da wir reserviert haben sind wir rasch angemeldet und erhalten Platz B 17 direkt am See mit eigenem Bootssteg.

Der Campground macht einen sehr gepflegten Eindruck.

Das Wetter könnte nicht besser sein, es weht eine leichte Brise und wir genießen den letzten Gin Tonic.

Dann wird gepackt und anschließend gewogen-alles sieht gut aus.

Morgen früh geht es zu Roadbear und dann ins Ramada Inn Aiport. Da unser Flug am Freitag kurz nach 11 Uhr geht, wäre es zu riskant erst an diesem Morgen abzugeben. Hinzu kommen verschärfte Kontrollen an den Flughäfen wegen des Anschlags in Boston.

Gerade lese ich im Internet, dass Verdi neue Warnstreiks ankündigt, hoffentlich sind wir davon nicht betroffen!!

 

Donnerstag 18.04.2013


 

Wir brechen um 9.15 Uhr Richtung Roadbear auf. Vorher muss getankt werden, es fließen noch einmal 22 Gallonen in den Tank.

Dank unseres Garmin finden wir die neue Station sehr rasch. Patrick, den wir schon seit 2011 kennen und der jetzt Chef der Station Orlando ist, begrüßt uns herzlich. Nachdem wir ihm drei kleinere Mängel des Fahrzeugs genannt haben, macht er sich auf den Kontrollgang,der zu seiner vollen Zufriedenheit ausfällt.


Mit einer weiteren Familie aus den Niederlanden fahren wir dann mit dem Taxi zu unserem Hotel: Ramada Suites Airport.


Nachdem wir das Zimmer im Ramada Suites Airport bezogen haben, lassen wir uns vom kostenlosen Hotelshuttle zum Flughafen bringen.

Wir versuchen hier schon unsere Bordkarten zu erhalten, das ist aber nicht möglich. Nachdem wir den Flughafen durchstreift haben, suchen wir  eine Infomation auf. Hier berät uns eine ausgewanderte Deutsche und gibt uns den Tipp mit dem Public Bus in das Premium-Outlet und dann noch mit dem Trolley zum International Drive zu fahren. Wir ahnen nicht, dass der Bus fast 50 Minuten benötigt, aber wir haben ja viel Zeit.

Da Anitas Koffer bei den letzten zwei Reisen stark gelitten hat, beschließen wir hier einen neuen zu erstehen, was auch schon bald von Erfolg gekrönt ist.

Dann geht es mit dem Trolley zum International Drive! Eine "Attraktion" reiht sich an die nächste!

 

  Wir wollen am Peabody Hotel die berühmten Enten beobachten, wie sie eine 4spurige Straße überqueren und dann ins Hotel einziehen. Leider verpassen wir diese Attraktion, dafür treffen wir den Entenmaster und können ein kurzes Gespräch mit ihm führen. Abschließend zeigt er uns den Ducks Palace.


 

 

 

Ziemlich erschöpft kehren wir gegen 20 Uhr ins Hotel zurück.

Der Flughafenshuttle wird uns am nächsten Morgen um 7.30 Uhr zum Gate von United fahren.

 

 

 

 Freitag 19.04. 2013

 


Pünktlich um 7.30 Uhr bringt uns der Shuttleservice zum United Schalter. Wir werden rasch abgefertigt, jedoch erklärt uns die UA Mitarbeiterin, dass wir auf dem Transatlantikflug 8 Reihen auseinander sitzen. Sie rät uns, in Newark den Lufthansaschalter aufzusuchen. Vor dem Start um 11. 04 Uhr stärken wir uns in einem Restaurant mit einem köstlichen Salat.

 

 

 

 Wir starten pünktlich

 

 

 

 

und haben in Newark noch reichlich Zeit, die wir allerdings auch benötigen. Zunächst müssen wir den Sicherheitsbereich verlassen, da wir mit einem Inlandsflug angekommen sind und nun in den internationalen Bereich gehen müssen. Am LH Schalter erhalten wir nach kurzer Diskussion zwei Plätze nebeneinander. An der Sicherheitsschleuse herrscht starker Andrang, es ist nur ein Schalter für ca. 200 Personen geöffnet.

Nach ca. 90 Minuten können wir endlich die Schleuse passieren. Dann begeben wir uns in den Wartebereich, der Abflug soll sich um 30 Minuten verzögern. Wir warten  am Gate 63 auf das Boarding des Fluges LH 409 nach Düsseldorf, als eine LH Mitarbeiterin auf unser Bordgepäck deutet und uns fragt, ob das unser Gepäck sei. Als wir bejahen überprüft sie die Größe des Handgepäcks und erklärt, die Gepäckstücke seien zu groß und dürften nicht mit in die Kabine. (Keiner der anderen Passagiere wird überprüft) Trotz unseres Protests wird das Handgepäck mit einer ldent-Nummer versehen und ohne unsere Zustimmung in den Laderaum verbracht. Es gibt keine Möglichkeit, wichtige persönliche Dinge und wertvolles elektronisches Zubehör zu entnehmen. Als wir darauf hinweisen, dass wir mit diesem Handgepäck ohne Probleme mit einem Star Alliance Flug (UA 725) von Orlando nach Newark geflogen seien, es auch während des Hinfluges nach Chicago (tH 4361 durch das Personal der LH keine Beanstandungen gab und wir Auskunft über ihren Namen erhalten wollen, wird der Sicherheitsdienst des Flughafens gerufen, da sich die LH Mitarbeiterin bedroht fühlt. Nachdem wir kurz mit dem Sicherheitsbeamten gesprochen und die Sachlage erläutert haben, wendet sich dieser wieder wichtigeren Aufgaben zu. Der Gatemanager kommt später zu uns und entschuldigt das Verhalten der LH Mitarbeiterin mit den erhöhten Sicherheitsvorschriften an den Flughäfen, was wir angesichts der Umstände, unter denen diese Kontrolle stattfand, nicht nachvollziehen können. ln Düsseldorf fehlt das Gepäckstück mit unseren GPS Geräten und anderem teuren elektronischen Zubehör. Wir suchen die Gepäckermittlung auf, wo man uns zunächst nicht weiterhelfen kann. Nur einer gut geschulten Mitarbeiterin, die vermutet, das Gepäckstück könnte im Transfer sein, verdanken wir es, dass es gefunden wird. Auf der ldent-Nummer war statt Düsseldorf der Bestimmungsort München angegeben. Das erste Gepäckstück ebenfalls in Newark konfiszierte Gepäckstück war mit dem korrekten Ort versehen.  Als wir von dem Vorfall in Newark berichten vermuten alle drei Mitarbeiter Absicht hinter dieser Fehlleitung.

Alle bestätigen uns, dass die beiden Gepäckstücke den Vorschriften für das Bordgepäck entsprechen.  Dieses Handgepäck entspricht den Vorschriften für das Bordgepäck und wurde drei Jahre ohne Beanstandungen auf mehreren Flügen (auch mit der Lufthansa) eingesetzt.

 Nach diesem Vorfall sehen wir die Werbung , "Thonk you for choosing Lufthansa" in einem etwas anderen Licht und fragen uns angesichts des Verhaltens dieser Mitarbeiterin, ob es wirklich eine gute Wahl war, mit der Lufthansa zu fliegen!

Um diese beiden Gepäckstücke ging es:


 

 

 Am 24. 05. erreicht uns ein Anruf des Custumer Service der Lufthansa. Eine Dame entschuldigt sich für das Verhalten der Mitarbeiterin und entschädigt uns mit je 4000 Meilen!!! Die Zufriedenheit der Kunden scheint also doch noch eine Rolle bei der großen deutschen Airline zu spielen! Ein versöhnlicher Abschluss!


 Fazit der Reise:

Diese Überführung wurde sehr stark vom Wetter beeinflusst. Wir haben versucht durch Routenänderungen diesen Gegebenheiten Rechnung zu tragen. Das hat sich letztlich ausgezahlt. Viele unserer geplanten Strecken mussten leider ausfallen.

Insgesamt standen daher Besichtigungen und weniger das Erlebnis in der Natur im  Vordergrund. 

Viele Stateparks im Süden waren wegen des schlechten Wetters im Norden  ausgebucht und auch viele private Campgrounds erteilten uns Absagen. Auch waren die Preise an der Küste erheblich höher als z. B. im Westen-insgesamt hatten wir im Vergleich zur Überführung nach Denver vor 2 Jahren höhere Kosten von ca. 800 Euro.

Dennoch war es eine interessante und erlebnisreiche Fahrt.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 


 

 

 

 

 

 




 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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